Die Absage wird als bedauerlich bezeichnet, da Deutschland weiterhin an einer Zusammenarbeit mit China interessiert ist, insbesondere im Hinblick auf Handelsthemen und den Einfluss Chinas auf den russischen Krieg gegen die Ukraine. Wadephul wollte bei der Reise auch kritische Themen wie Pekings Unterstützung Russlands ansprechen, sowie eine Überwindung bestehender Handelsbeschränkungen diskutieren.
China zeigt Zurückhaltung bei Treffen mit Wadephul

Die chinesische Seite hat offenbar nur einen einzigen Termin für Wadephul bestätigt, was ungewöhnlich wenig für einen Außenministerbesuch ist. Offiziell heißt es, es gebe Schwierigkeiten bei der Koordination weiterer Gespräche. Diese Zurückhaltung wird von deutschen Beobachtern als Signal gewertet, dass China nicht gewillt ist, dem deutschen Außenminister umfangreiche Gespräche zu ermöglichen.
Wadephul selbst hatte zuvor China für sein „zunehmend aggressives Verhalten“ in der Region Asien-Pazifik kritisiert und den Druck Pekings auf Taiwan sowie die Unterstützung Russlands im Ukraine-Krieg angeprangert. Dies dürfte die Beziehungen zusätzlich belastet haben und könnte ein Grund für die zurückhaltende Haltung Chinas sein.
