Unruhe im eigenen Stammland

Aus Baden-Württemberg kommen gleich zwei Alarmsignale, die die Parteispitze nicht einfach abtun kann. Die Schreiben richten sich gegen Zustände im Landesverband und zeichnen das Bild einer Partei, in der sich Frust, Misstrauen und Machtfragen gefährlich verdichten. Für Alice Weidel ist das besonders unangenehm, weil ihr Heimatverband erneut als Krisenherd erscheint.
Der Ton ist dabei ungewöhnlich scharf. Kritiker beklagen, aus einer basisnahen Partei sei zunehmend ein Apparat geworden, in dem nur noch wenige den Ton angeben. Gerade diese Zuspitzung macht den Fall politisch brisant – denn wer solche Vorwürfe erhebt, rüttelt nicht nur an Personen, sondern am Selbstbild der gesamten Partei. Und damit geht es im nächsten Schritt um die Frage, wer diese Attacke überhaupt lostritt.
Doch wer steckt hinter den Vorwürfen – und warum treffen sie die Führung so empfindlich?
