Plötzlich mehr Netto – wie die Idee entstand

Die Bundesregierung will Überstunden attraktiver machen, weil nach der jüngsten Fachkräfte-Erhebung fast jede vierte Stelle unbesetzt bleibt und bereits 1,2 Milliarden bezahlte Mehrarbeitsstunden anfallen. Kern des Plans: Ein Teil des Zuschlags auf Überstunden soll steuerfrei werden, damit sich Mehrarbeit direkt im Portemonnaie bemerkbar macht.
Angeschoben wurde das Konzept von einer parteiübergreifenden Arbeitsgruppe, die im Sommer 2025 den Vorschlag vorlegte, den Netto-Lohn gezielt über Steuerinstrumente zu stärken statt über pauschale Lohnsteigerungen. Die Idee gewann rasch an Fahrt, weil sie keine zusätzliche Belastung der Sozialkassen auslöst – und nun steht sie kurz vor der parlamentarischen Bewährungsprobe.
Doch welche Bedingungen knüpft der Finanzminister daran?
