Mit der Zeit produziert die Haut weniger natürliches Öl, wird dünner und braucht länger, um sich zu regenerieren. Deshalb kann die Anpassung der Badegewohnheiten einen großen Unterschied für das tägliche Wohlbefinden ausmachen.
1. Ab 70 Jahren ist tägliches Baden nicht mehr unbedingt notwendig.
Viele Experten sind sich einig, dass für gesunde ältere Erwachsene zwei bis drei vollständige Duschen pro Woche in der Regel ausreichen, ergänzt durch die tägliche Hygiene der Intimzone, der Achselhöhlen, der Füße und der Hautfalten.
Übermäßiges Baden kann die natürliche Schutzschicht der Haut entfernen und zu Trockenheit und Reizungen führen.
2. Sehr heißes Wasser kann die Haut schädigen.
Heißes Wasser fühlt sich zwar angenehm an und hilft, Muskeln und Gelenke zu entspannen, entfernt aber auch schnell die natürlichen Hautöle.
Lauwarmes Wasser ist ideal. Wenn beim Baden viel Dampf entsteht oder der Spiegel komplett beschlägt, ist die Temperatur wahrscheinlich zu hoch.
3. Die Art der Seife ist wichtig.
Viele herkömmliche Seifen sind aggressiv und trocknen die Haut stark aus. Ab 70 Jahren ist es besser, folgende Seifen zu wählen:
Milde Seifen,
Glycerinseife,
parfümfreie Reinigungsprodukte,
Produkte für empfindliche Haut
Diese helfen bei der Reinigung, ohne die natürliche Hautbarriere zu beeinträchtigen.
4. Langes Duschen verschlimmert das Problem.
Ein Aufenthalt unter Wasser von 15–20 Minuten kann die Haut zusätzlich austrocknen. Am besten duscht man 5 bis 8 Minuten.
Eine kurze, lauwarme Dusche reicht in der Regel aus, um eine gute Hygiene aufrechtzuerhalten, ohne die Haut zu schädigen.
5. Unsachgemäßes Trocknen kann ebenfalls schädlich sein.
Viele Menschen rubbeln ihre Haut kräftig mit einem Handtuch ab, was alternde Haut reizen kann.
Am besten tupft man die Haut sanft trocken, ohne das Handtuch zu ziehen. Wichtig ist auch, Handtücher regelmäßig zu wechseln und gut trocken zu halten.
6. Die Feuchtigkeitscreme sollte schnell aufgetragen werden.
Einer der besten Zeitpunkte, um die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen, ist in den ersten Minuten nach dem Duschen, solange sie noch leicht feucht ist.
Dadurch wird die Feuchtigkeit im Gewebe eingeschlossen und die Weichheit und Elastizität deutlich verbessert.
Achten Sie auf Cremes mit Inhaltsstoffen wie:
Harnstoff,
Glycerin,
Ceramide,
Aloe vera,
kolloidales Hafermehl
7. Auch der Zeitpunkt des Badens spielt eine Rolle.
Bei manchen älteren Erwachsenen kann eine heiße Dusche direkt vor dem Schlafengehen die Haut zusätzlich austrocknen und den Schlaf stören.
Wenn möglich, ist es oft besser, morgens oder nachmittags mit lauwarmem Wasser zu baden.
Ideale Baderoutine ab 70 Jahren
Vollständiges Duschen: 2–3 Mal pro Woche.
Tägliche Teilhygiene: Achseln, Füße, Intimbereich und Hautfalten.
Lauwarmes Wasser.
Kurze Duschen.
Milde Seife nur bei Bedarf.
Feuchtigkeitscreme nach dem Baden.
Anzeichen dafür, dass Ihre Haut dringend Veränderungen benötigt
Wenn diese Symptome häufig auftreten, lohnt es sich, Ihre Routine zu überprüfen:
Anhaltender Juckreiz,
Spannungsgefühl der Haut, Schuppenbildung
, Risse,
Rötungen
, Brennen
beim Einseifen,
wiederkehrende Infektionen
Tipps und Empfehlungen
Trinken Sie täglich ausreichend Wasser, um Ihren Körper mit Flüssigkeit zu versorgen.
Tragen Sie weiche Baumwollkleidung.
Vermeiden Sie starken Duftstoffe direkt auf der Haut.
Wenn Sie Diabetes oder Durchblutungsstörungen haben, untersuchen Sie Ihre Füße und Beine regelmäßig.
Suchen Sie einen Dermatologen auf, wenn Juckreiz oder Trockenheit nicht abklingen.
Ab 70 Jahren kann selteneres, dafür aber gezielteres Baden gesünder sein als tägliches Duschen ohne die richtige Pflege. Eine gut abgestimmte Pflegeroutine schützt die Haut, steigert das Wohlbefinden und beugt häufigen altersbedingten Beschwerden vor.
