Sie kennen das Gefühl. Dieses lästige Gefühl, als ob etwas im Hals feststeckt. Man hustet, räuspert sich, schluckt mehrmals – und dann plötzlich löst sich ein winziges, übelriechendes, weißes oder gelbliches Körnchen. Es ist klein, aber seine Anwesenheit ist zutiefst beunruhigend.
Willkommen in der Welt der Mandelsteine. Sie sind seltsam, weit verbreitet und werden selten thematisiert. Doch wer sie schon einmal hatte, weiß, wie lästig, peinlich und manchmal überraschend unangenehm sie sein können.
Lasst uns diese kleinen Eindringlinge entmystifizieren – was sie sind, warum sie entstehen und wie man sie an der Rückkehr hindert.
Was genau sind Mandelsteine?
Mandelsteine, medizinisch Tonsillolithen genannt , sind kleine, verkalkte Ablagerungen, die sich in den Spalten der Mandeln bilden. Sie bestehen aus:
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Abgestorbene weiße Blutkörperchen (die Immunzellen Ihres Körpers, die Eindringlinge abgewehrt haben)
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Bakterien (lebende und tote)
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Schleim (den man ständig unbemerkt schluckt)
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Nahrungspartikel (mikroskopisch kleine Partikel, die sich festsetzen)
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Abgestorbene Hautzellen (die sich von der Mund- und Rachenschleimhaut ablösen)
Mit der Zeit sammeln sich diese Ablagerungen in den Tonsillenkrypten (den natürlichen Taschen und Falten in den Mandeln) an und verhärten sich zu kleinen, oft übelriechenden Gebilden.
Der Geruch: Der charakteristische Geruch entsteht durch Bakterien, die Proteine abbauen und dabei Schwefelverbindungen produzieren. Es handelt sich um dieselben chemischen Prozesse, die auch Mundgeruch verursachen – nur konzentriert in winzigen Partikeln.
Größe: Die meisten sind kleiner als eine Erbse, können aber gelegentlich auch größer werden. Der größte jemals gefundene Mandelstein? Etwa so groß wie eine Walnuss. (Ja, wirklich.)
Farbe: Üblicherweise weiß, cremefarben oder gelblich. Manchmal erscheinen sie gräulich, wenn sie schon länger vorhanden sind.
Warum bilden sich Mandelsteine?
Nicht jeder bekommt Mandelsteine. Falls doch, liegt das meist an einem oder mehreren der folgenden Faktoren
