Die unsichtbare Lebensader des Bündnisses

Deutschlands geografische Lage hat das Land zu einer logistischen Schlüsselachse der NATO gemacht. Wenn im Krisenfall schwere Verbände aus den USA oder Westeuropa an die Ostflanke verlegt werden, rollen Züge, Schwerlasttransporter und Flugzeugkolonnen fast zwangsläufig über hiesige Trassen, Brücken und Rollbahnen. Ohne diese Korridore kämen moderne Kampfbrigaden nie rechtzeitig dort an, wo sie gebraucht werden.
Gerade deshalb richtet die Bundeswehr in diesem Jahr etliche Großübungen wie „Quadriga 2026“ und „Steadfast Dart“ aus. Dabei proben bis zu 30 000 Soldatinnen und Soldaten das, was Fachleute „Host Nation Support“ nennen – die Aufnahme, Versorgung und Weiterleitung alliierter Kräfte. Berlin will demonstrieren, dass es den Titel „Drehscheibe Deutschlands“ verdient und im Ernstfall zum Herzschrittmacher der Bündnisverteidigung wird.
